22.05.2021 » 4h Endurance Rennen (Nürburgring Nordschleife)

Am 22. Mai lauerte der Nürburgring mit über 90 Kurven und rund 26 Kilometer auf die 44 Fahrer des 4 Stunden Rennen. Elf Teams aus der afterWork Racing League gaben bei diesem vom Bestposition Racing Team veranstalteten Langstreckenrennen ihr bestes.

Nur wenige Tage vor diesem 4h Endurance Rennen auf dem legendären Nürburgring schlossen sich die beiden racemonkeys Logseit und Rolaf Rasch mit Sascha 7891, sowie King-Mickey-Finn zusammen um gemeinsam als Team Streetfighters an diesem Event teilnehmen zu können.

Schnell war klar das die vier ambitionierten Simracer kaum etwas gegen die gesetzten Elitefahrer gegenhalten werden.Den in der Qualifikation Mittwochs zuvor brannten die Top-Teams eine schnelle Runde nacheinander in den virtuellen Asphalt. Daher war für das 4h Endurance Team “Streetfighters” der wichtigste Leitsatz “nur keine Fehler machen”. Den in Sachen Tempo war der Graben zwischen den vier Rookies und den Top-Fahrern unüberwindbar. Die Strategie musste daher heißen – fehlerfrei und beständig.

In kürzester Zeit wuchsen die vier Fahrer Sascha8791, King-Mickey-Finn, Logseit und Rolaf Rasch zu einer perfekt aufeinander abgestimmten Einheit zusammen. King-Mickey-Finn ist der erfahrenste eSportler aus diesem Quartett, daher war klar das er die Speerspitze der Streetfighters ist und den Start fahren wird. Auch seine herausgefahrene Zeit im Qualifing lies Hoffnung in die neue Renngemeinschaft aufkommen.

Am Samstag den 23. Mai um 14:00 Uhr dröhnten die Motoren auf als die Boliden angeführt vom Safteycar welches von Mysticmarveneous pilotiert wurde über die Döttingerhöhe der Nordschleife in Richtung Start und Zielgeraden im Formationsflug angefahren kamen. Das Safety Car machte an der Boxeneinfahrt platz und lies die wilde Gruppe 3 Horde, angeführt von Sir Arten (Bestposition Racing Team) dem schnellsten im Feld in das bevorstehende 4 Stunden-Rennen starten. Mit über 200 schossen die Rennboliden die lange Gerade an der Boxenmauer entlang hinunter in Richtung Yokohama S.Gefahren wurde die 24h Version des Nürburgring. Was die ersten Meter der Rennstrecke extrem spannend macht. Denn nicht zu selten kommt es im Start Gerangel zu heftigen Unfällen.

King-Mickey-Finn konnte sich vom Start weg gegen das hintere Drittel durchsetzen. Es gelang ihm mit taktischem Feingefühl sich vom letzten Platz auf die siebte Position vor zu kämpfen. In zahlreichen Zweikämpfen mit dem Streamer-Team, afterWork Motorsport und Team RAR konnte der Streetfighters-Pilot King-Mickey-Finn sich behaupten. Runde für Runde drehte der blaue Mercedes AMG GT3 des vierköpfigen Streetfightes-Team in beständigen Zeiten die Kilometer auf den Tacho. Nur ein kleiner Fahrfehler in der letzten Runde vor dem geplanten Fahrerwechsel ließ einen kalten Schauer allen Teammitgliedern widerfahren. Denn der einst weit abgeschlagene weiß-schwarze Beetle GR3 vom Streamer Team konnte so wieder wichtige Meter auf den blauen Mercedes AMG GT3 der Streetfighters gut machen.

Ein Schaden am Fahrzeug zwang King-Mickey-Finn die Rundenzeiten zu drosseln. Bis auf wenige Sekunden konnte das Streamer-Team aufschließen und eine Überholung des mit Schaden behafteten Fahrzeug von King-Mickey-Finn war eigentlich schon sicher. Daher staunte die Crew von Streetfighters nicht schlecht als die Überholung dennoch ausblieb. Der sich schnell nähernde Beetle der Streamer, pilotiert von NRC Leon musste kurz vor der Start und Zielgeraden seinen lang ersehnten Angriff abbrechen, da er zuwenig Treibstoff getankt hatte und nur mit Mühe und Not in die Teameigene Box rollen konnte. Somit war King-Mickey-Finn nach Ablauf der ersten 60 Minuten das blaue Sportcoupe an Rolaf Rasch auf Platz 7 gelegen übergeben.

Für Rolaf Rasch war klar das er den Gruppe 3 Boliden aus dem Hause Mercedes so breit wie möglich auf der Strecke der legendären Nordschleife machen wollte. Um so zu verhindern das das Streamer-Team gerüstet mit einer neuen Tankfüllung und frischem Fahrer nicht an ihm vorbeikommt.

Erfolgreich konnte Rolaf Rasch die Jungs vom Streamer-Team mit ihrem Wolfsburger Gefährt im Schach halten. Allerdings näherte sich unaufhaltbar der BMW M6 des afterWork Motorsport Team, den der racemonkey leider ziehen lassen musste. Denn die Devise von Rolaf war fehlerfrei seine Runden zu drehen und sich aus aussichtslosen Zweikämpfe herauszuhalten.

Beim Boxenstopp geschah dann dem Team Streefighters ein folgenschwerer Fehler. Rolaf Rasch hatte zuwenig Sprit mit an Board genommen um die verbleibenden Runden mit vollspeed zu absolvieren. Daher musste der Fahrer immer wieder die Motorleistung des AMG GT3 runterregeln um nicht vorzeitig mangels Treibstoff das Auto abzustellen. Der vor ihm auf P 7 liegende aWM BMW M6 konnte somit nicht attackiert werden. Und die nachfolgenden Fahrzeuge konnten ordentlich Boden gut machen. Dieser Umstand spielte wieder das Glück in die Hände des Streamer-Teams. Sie haben aus dem eigenen Fehler ihres vorherigen Stint gelernt und hatten genug Benzin an Board. Dadurch konnten sie SFRT Vincent sich erneut an das Streetfighter-Team heranarbeiten.

Mit Sascha8791 griff nach 120 Minuten Rennzeit der jüngste Fahrer dieses Rennquartett ins Lenkrad. Er musste erneut versuchen die angriffslustigen Beetle-Fahrer des Streamer-Team hinter sich zulassen. Auch zwei weitere Teams waren in lauerposition und wollten die aus Ü-Liga Fahrer bestehenden Streetfighters auch das Rennleben schwer machen.

Sascha8791 wollte sich am Heck des afterWork Motosport BMW einnisten um dort im Windschatten des orangefarbenen Team sein dasein fristen. Doch mit Punkattack saß leider kein unbekannter hinter dem Steuer des BMW M6. Punkattack konnte sich sehr schnell absetzten so das Windschattenfahren kein Thema für Streetfighterpilot Sascha8791 war. Er musste den Liga 3 Fahrer ziehen lassen.

Das Streamer-Team im schwarz weißem Beetle hingegen saugten sich Meter für Meter immer mehr an den blauen Streetfighters Mercedes ran. Sie wollten nun endlich mit dem Wolfsburger Gruppe 3 Renner auf Platz acht vorfahren. Don Cammillo von den Streamern ließ nicht locker und passierte auf der Nürburgring GP-Strecke das Teamfahrzeug der Streetfighters. Somit musste sich Sascha nach seiner zweiten Runde hinter dem Streamer Team einordnen. Mit TSR-Quicksilver vom Freelancer Racing Team und Knopilus (Team RAR) saßen weitere Top-Ligafahrer im Nacken des sympatischen Steetfighters-Piloten.

Knopilus vom Team RAR setzte zweimal hart im Markenduell zum überholen an. Sascha8791 entschied sich dann seinen Mercedes AMG GT3 von der Kampflinie zurückzuziehen um den angriffslustigen Team RAR Fahrer platz zu machen. Denn ein ausrutscher oder einschlag in die Streckenbegrenzung wäre ein Horror gewesen. Schließlich ging es für die Streetfighters darum möglichst fehlerfrei dieses Langstreckenrennen zu bestreiten.

Das Streetfighters-Team mit den Fahrern Logseit, King-Mickey-Fin, Rolaf Rasch und Sascha8791 lagen nach 180 Minuten Rennzeit auf Platz 9 als Logseit um 22:30 Uhr (Ingame-Zeit) das Lenkrad übernahm. Sein Stint fand statt als die in der Eifel liegende ca. 26 KM lange Rennstrecke im dunkeln lag.

Nur die hellen Scheinwerfer der elf teilnehmenden Rennteams und zahlreiche Lagerfeuer der Besucher am Streckenrand ließen den Kurvenreichen Track nur schemenhaft aus dem dunkeln der Nacht hervorstechen. Logseit verfügt über hervorragende Streckeenkenntnisse, den er hat dort im real Life bereits in der Vergangenheit an zahlreichen Motorsport Veranstaltungen teilgenommen. Daher lag die Teamentscheidung auf der Hand den racemonkeys Driver auf die letzten Runden des 4 Stunden Rennen zu setzten.

Nicht nur die Nacht Verhältnisse machten dem ehrgeizigen Mercedes GT3 Fahrer zu schaffen. Auch die sich hinter ihm befindenden beiden Team machten ihm sorgen. Denn er spürte den Druck der auf ihm lastete. Das Team RAR mit Fahrer RealCarGER-Andre und die Freelancer Gruppierung (Freelancer Racing Team FRT) mit xThe_Warriorx_II hatten alles andere im Sinn als nur gemütlich ihre letzten Runden abzudrehen. Adrenalin und Benzin Geruch lag in der nächtlichen Eifel in der Luft. Alle elf Fahrer gaben in den letzten Rennrunden alles. Man konnte den Anschein gewinnen es sei ein Sprintrennen, denn sowohl an der Spitze wie auch im restlichen Feld konnte sich kein Team sicher sein den aktuellen Platz zu halten. Mit mächtig druck auf dem Kessel schossen die Rennboliden die legendäre Nordschleife herunter und auch wieder herauf. Die letzten Reserven wurden mobilisiert um nicht doch noch wichtige Meter gut zu machen um so doch noch weitere Platzierungspunkte zu sichern.

Logseit steuerte nach einem ausrutscher die Box an um dort die erlittenen Schäden am Rennboliden beheben zu lassen. Diese Chance liessen sich die Jungs vom Team RAR nicht nehmen und konnten den angeschlagenen Mercedes AMG GT3 pilotiert von Logseit kampflos passieren. Zu groß war der Abstand zwischen den Streetfighters und dem Team RAR als der blaue Streetfighters Mercedes wieder aus der Box kam. Somit somit beendeten die vier Streetfighters bei ihrem ersten gemeinsamen Rennen das 4h Endurance Racing auf dem Nürburgring mit Platz 10. Für die gesamte Crew war das doch ein riesen Erfolg. Denn in nur einer Woche Vorbereitungszeit haben sie es geschafft diese nicht so einfache Herausforderung zu meistern. Im August steht Spa-Francorchamp als Langstreckenrennen im Rennkalender. Und dazwischen spannende Ü-Liga Rennen wo die beiden racemonkeys Logseit und Rolaf Rasch gegen die beiden anderen Streetfighters-Kollegen gegeneinander antreten werden.

Veranstaltung: 22.05.2021 | Bestposition Racing “4h Endurance Racing – Nürburgring”